ARD steht zu DAB – 16. KEF Bericht 2008


Logo Bericht16 Kl in ARD steht zu DAB - 16. KEF Bericht 2008ARD steht weiter zur DAB-Systemfamilie und sieht neue Programmstrukturen und -inhalte ab 2009

Unbeeindruckt von der Etatkürzung durch die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ist die ARD weiter fest davon überzeugt, „dass sich Digitalradio auf Basis der DAB-Systemfamilie durchsetzen wird.“ Dies teilte der öffentlich-rechtliche Sender am 25. Januar mit.

„Die Empfehlung der KEF liegt aus Sicht der ARD weit unter einer maßvollen Anhebung“, so der ARD-Vorsitzende Fritz Raff.

Die KEF hatte mit ihrer Empfehlung im 16. Bericht u. a. die von der ARD angemeldeten 140 Millionen Euro für den Zeitraum 2009 bis 2012 für einen „Neustart des digitalen terrestrischen Hörfunks“ um circa 90 Prozent gekürzt. Gesichert bleibt aber der Betrieb des jetzigen DAB Netzes.Die ARD hat nach eigenen Angaben in der Vergangenheit, basierend auf gemeinsamen Entscheidungen von Bund, Ländern und nicht zuletzt der KEF selbst, erhebliche Beträge in die digitale terrestrische Hörfunkverbreitung investiert. Der öffentlich-rechtliche und der private Rundfunk in Deutschland hatten sich mit der Mainzer Erklärung für einen „Neustart“ des digitalen terrestrischen Hörfunks ab 2009 auf Basis der DAB-Systemfamilie verständigt. „ARD, Deutschlandradio und Private gehen unverändert von einem Erfolg des verabredeten Neustarts von Digitalradio in 2009 aus“, sagte Herbert Tillmann, Vorsitzender der Produktions- und Technikkommission. Wenn die KEF-Empfehlung keinen technologischen Scherbenhaufen hinterlassen solle, dann seien jetzt Lösungen zu entwickeln, die eine aktive Beteiligung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ermöglichten, forderte Tillmann.

Die Internationale Funkverwaltungskonferenz in Genf 2006 (RRC06) stellte für den digitalen terrestrischen Hörfunk erhebliche weitere Frequenzen zur Verfügung. Zusätzlich kann man mit modernen Codierverfahren (z.B. AAC+) die noch effizientere Nutzung dieser Frequenzen. „Damit wird der programmliche Nutzen für die Hörer mit mehr und regional differenzierten Programmen sowie multimedialen Zusatzangeboten eine völlig neue Qualität erhalten. Hinzu kommt, dass die bisherigen Beschränkungen der Sendeleistungen, die einen Empfang in Gebäuden bisher deutlich beeinträchtigten, nun entfallen“, heißt es bei der ARD.
Ein nationaler Konsens zur Weiterentwicklung dieses eigenständigen terrestrischen Verbreitungsweges für den Hörfunk zwischen den Landesmedienanstalten, den Endgeräte- und Automobilherstellern, den öffentlich-rechtlichen Programmanbietern sowie dem privaten Rundfunk wurde schon erzielt.

Die Digitalisierung im Hörfunk erfordere einen langen Zeitraum und das Zusammenwirken vieler Beteiligter. Mit geschätzten 300 Millionen UKW Empfängern die alle im Betrieb sind, ist ein Abschalten wie beim digitalen Fernsehen (DVB-T) nicht möglich und auch nicht notwendig. Das Zusammenwirken von Automobil- und Empfängerindustrie, Handel ist ein wichtiger Punkt, der in der Vergangenheit zu wenig berücksichtigt wurde. Für das Zusammenspiel dieser verschiedenen Partner sei gegenseitige Verlässlichkeit und transparente Entscheidungsfindung unverzichtbar, heißt es bei dem öffentlich-rechtlichen Sender. Obgleich die Empfehlung der KEF nur den öffentlich-rechtlichen Rundfunk betreffe, habe dies massive Auswirkungen auf alle übrigen Beteiligten. „Es ist zu bezweifeln, ob das KEF-Verfahren für derartige technologiepolitische Grundsatzentscheidungen geeignet sein kann.“ Aus diesem Grunde habe die ARD bereits früh der KEF den Vorschlag unterbreitet, einen einheitlichen Etat für die digitale terrestrische Programmverbreitung zu definieren, mit dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk auf Marktentwicklungen flexibel reagieren kann. Leider, so heißt es bei der ARD, konnte die KEF diesem Vorschlag bisher nicht folgen. „Die ARD ist fest davon überzeugt, dass sich Digitalradio auf Basis der DAB-Systemfamilie durchsetzen wird. Sie fordert die für Medienpolitik und Technologie Verantwortlichen auf, diesen Bestandteil der KEF-Empfehlungen in einen konstruktiven Ansatz umzuwandeln“, heißt es abschließend bei dem öffentlich-rechtlichen Sender.

Links: Link 16. KEF Bericht (www.kef-online.de)



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