Die „Smart Meter“ kommen


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Vor einigen Jahren wurden die „manuellen“ Preistafeln der Tankstellen gegen zentral steuerbare elektronische Displays getauscht. Seit diesem Zeitpunkt (oder vielleicht ein paar Monate später) ändert der gleiche Liter Benzin / Diesel im Tank der Tankstelle fast stündlich seinen Preis und das synchron an allen Tankstellen des Landes.

Noch werden die Strom-, Wasser- und Gaszähler manuell abgelesen, aber wenn es nach den Energiekonzernen ginge, würden wir morgen schon zentral fernsteuerbare und ablesbare Energiezähler bekommen. So liest sich die Werbung für die Zähler auf der Seite des ZVEI (Zentralverband der Elektroindustrie) pro-smart-metering. Was haben die Kunden von diesem System und welche Gefahren birgt das „intelligente Ablesen“?


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Smart Meter

Auf der Seite von pro-smart-metering sind folgende Argumente für die Umrüstung:

„…sorgt dort für Einblicke in die persönliche Energienutzung…“

„…weit über das Erfassen von Zählerständen hinausgeht…“

„…Sichere Information…“

„…Verbrauch optimieren…“

„…verschiedenen last- und zeitvariablen Tarifen…“


Der große Vorteil für den Kunden soll in der „zeitgenauen Messung“ des Verbrauchs liegen, um danach die Stromfresser oder das Verhalten zu lokalisieren und ggf. zu entfernen/ändern. Der „Strom-Optimierungsprozess“ würde dann so aussehen. Zunächst erfasse ich die Daten des Zählers, sagen wir stündlich. Für die Auswertung benötige ich einen PC (der wieder Strom frisst). Wenn wir mit Hilfe des smarten Zählers dann den Stromverbrauch zeitlich bestimmt haben, ändern wir Gerät oder Verhalten. Das war es, oder? Danach benötige ich den intelligenten Stromzähler nicht mehr, oder?


Mir scheinen die positiven Argumente für den Kunden aus der Luft gegriffen. Die Vorteile der Energieriesen und die damit verbundene Machtvergrößerung fällt aber direkt ins Auge. Bei zeitlich genauer Ablesung, lassen sich Rückschlüsse auf das Verbrauchsverhalten eines jeden Kunden ziehen. Wie beim Kraftstoff für den PKW erhöht dann der Energiezulieferer den Preis, wenn ich ihn benötige und wenn ich nicht zahle, wird über Fernwirken sofort abgeschaltet.


Fazit, nur mit dem Argument, dass intelligente Zähler helfen, Energie zu sparen, würde ich keine Zustimmung zum Einbau geben. Oder muss ich das gar nicht? Ist das wieder von den „Energiepolitikern“ schon gesetzlich festgeschrieben?

Für die Datenlieferung entsteht ein Netz (Smartgrid), das unsere Daten zum „Energieverhalten“ transportiert. Die Auswertung erfolgt dann Rechenzentren. Wann ich Kaffe koche, welchen Film ich sehe, wann ich dusche usw. wird dort dokumentiert.



Info: Smart Metering zum Anfassen auf der Metering Europe 2011 in Amsterdam (04.-06.Oktober 2011)


Quelle: pro-smart-metering und smartmeter




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