342 Millionen Euro Projekt: KEF lehnt Digitalradio-Antrag der ARD ab


Logo Kef in 342 Millionen Euro Projekt: KEF lehnt Digitalradio-Antrag der ARD ab342 Millionen Euro stehen weiterhin für ein innovatives digitales Radioprojekt bereit. Die KEF begründet die Absage zum Projektantrag von ARD und Deutschlandradio damit, dass auch nach ausführlicher Prüfung der Ergänzungen zum fehlerhaften Projektantrag vom Februar 2009 wesentliche Kriterien nicht erfüllt sind.

Für wesentlich hält die KEF die Koordination mit den privaten Hörfunkanbietern und die Aussagen zu zukünftigen Programmangeboten, welche ausschließlich über das Digitalradio verbreitet werden sollen. Der VPRT hat in seiner letzten Sitzung die Bereitschaft zur Verbreitung der Programme über die DAB Plattform im DAB+ Standard abgelehnt und damit ist der größte Verband der privaten Anbieter nicht mehr mit im „DAB Boot“. Weiterhin kritisiert die KEF, dass es für die laufende Gebührenperiode keine Pläne für die Verbreitung von innovativen Zusatzdiensten gibt. Abgesehen vom VPRT wären alle anderen Punkte noch in einem „Kompromiss“ lösbar, aber wenn man die heilige Kuh UKW mit dem Wort Abschaltung erwähnt, wird die ARD kompromisslos. Das man sich bei einer 90%tigen Nutzung von Digitalradio und frühestens ab 2020 die ARD zur Abschaltung von UKW bereit erklärt hat ist aus ARD Sicht verständlich, aber vollkommen lächerlich. Bei geschätzten 350 Millionen UKW Empfängern in den Haushalten einem Radiogeräteabsatz von ca. 9 Millionen Geräten in 2005 (in heutigen Zeiten wahrscheinlich weniger als die Hälfte), kommt man auf mehr als 10 Jahre bis in jedem Haushalt ein Gerät steht. Diese Rechnung ist noch ohne Autoradios und kleine mobile Geräte. Hier kommen locker noch mal 50 Millionen hinzu und verlängert die Zeit auf ca. 18 Jahre (ca. 90 Millionen Geräte bei ca. 5 Millionen/a). Gesamtinvestition für alle neuen Digitalradios in den nächsten 10 Jahren etwa: 10 Milliarden Euro. Die Frage ist, wer zahlt das alles. Nun die KEF verteilt unsere Rundfunkgebühren, also wir zahlen die 42 Millionen. Zusätzlich müsste jeder von uns noch durchschnittlich 250 Euro investieren für neue Radioempfänger (Basierend auf 40 Millionen Haushalten). Wir werden aber nicht gefragt und können nicht ablehnen wie der VPRT, oder?

Quelle: KEF



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