Digitales Radio DAB+ : „Neuer Ball – gleiche Spieler“


Dab Plus in Digitales Radio DAB+ : „Neuer Ball - gleiche Spieler“DAB+ startete am 01.08.2011 leise und für die meisten Radiohörer nicht bekannt seine spärliche Verbreitung in Deutschland. Spärlich deswegen, da DAB+ bisher nur regional in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern und in NRW zu empfangen ist. 14 Programme (drei öffentlich-rechtliche und elf private) sind über DAB+ aber bundesweit zu empfangen, darunter Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, Energy, Klassik Radio und das Fußball-Radio 90elf. Parallel wird auch noch der Standard DAB (zumindest in NRW) ausgestrahlt. Damit ich auch mit meinem „alten“ (weniger als 5 Jahre) DAB Empfänger, noch Programme empfangen kann. Hierfür ist es notwendig bei seinem DAB Empfänger einen automatischen Suchlauf starten. Was bringt DAB+ und was für Alternativen gibt es?

Seit mehr als 15 Jahren wird DAB (ohne +) in Deutschland ausgestrahlt und keiner merkt es. Zum Start von DAB+ habe ich keine Werbung übers Radio (UKW) oder Fernsehen gesehen oder gehört. Dabei heißt es auf digitalradio.de: „Nationales Digitalradio erfolgreich gestartet“. Na erfolgreich bedeutet aber auch, dass es bekannt und empfangbar ist. Ich habe es mir erspart, nachzuforschen, wie viele DAB+ Empfänger im Markt, oder besser in den Haushalten zu finden sind. Aber was ich gefunden habe ist eine Aussage des Leiters des neu geschaffenen Projektbüros Digitalradio, 15 Millionen DAB+ Empfänger bis 2015 zu verkaufen.) Das sind etwa noch 4 Jahre und das bedeutet, mehr als 3 Millionen Geräte pro Jahr. Sehr ambitioniert und ohne massive Werbung nicht machbar. Quelle: dr-m.de

Zumindest hat man gelernt, dass ohne Software, die Hardware nicht zu verkaufen ist. Gemeint ist, dass ohne neue DAB Radioprogramme (kein Simulcast) keine 15 Millionen Empfänger verkauft werden können. Als Anhaltspunkt sind, wie auch bei anderen Pay-Angeboten, die Inhalte (Programmangebote) mit den drei S für einen Erfolg der Plattform DAB+ ausschlaggebend. Mit Sport hier 90elf wurde hier ein wichtiger und nicht durch hohe Lizenzen bebremster Inhalt gewählt. Ich bin gespannt, ob wir ab der IFA 2011 auch Werbung über ARD und private Programmangebote sehen und hören werden. Experte in Sachen Werbung ist RTL. Aber Radio RTL fehlt bei der bundesweiten Verbreitung. Warum? Vielleicht weil RTL Radio übers iPhone schon bundesweit empfangbar ist? RTL Radio App

Auf Bild.de ist ein interessanter Bericht des Kollegen Hans von der Burchard zu lesen, der berechtigt die Frage nach der Notwendig von DAB+ im Zeitalter der zunehmenden Nutzung des Internets stellt. Die höchsten Zuwachsraten sind im mobilen Internet zu verzeichnen. Hierzu tragen erhältliche Endgeräte wie iPad und Co., sowie ein stetiger Netzausbau, verbunden mit sinkenden Preisen für mobile „flat rates“ bei. Leider ist DAB+ nicht kostenlos, wie Bild.de schreibt. Das älteste „Pay-TV & Radio“ gibt es in Deutschland. Man nennt das Entgelt bzw. die gesetzliche Gebührenpflicht nur „Rundfunkgebühren“. Teile dieser Rundfunkgebühr fließen in das DAB Projekt. Der Unterschied zu Pay TV/Radio ist, die Kündigungsfrist bei der GEZ ist lebenslänglich.



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    Kommentare: Ein Kommentar

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    • Sören Kruber
      22.02.2015

      Hallo,
      Nach gut 4 Jahren also nun das vorerste Ergebnis.
      DAB(+) ist doch noch zu was geworden, richtig die Werbung fehlt dennoch aber es hat potential und wird immer noch akzeptiert und gefordert.
      In vielen Autos bereits genutzt, und wer nach Autoradien sucht kommt auch auf das Wort DAB(+). Somit hat sich DAB etabliert. Schaut man sich an wie man in Deutschland so Empfang hat und dann noch in Niederlande, Frankreich, Italien ist für Pendler schonmal alles in DAB enthalten. Was noch zu erwähnen ist, DAB hat eine Bitrate von 256kbit/s. UKW Technik ist wesentlich älter!!!
      Auch wenn Internet überall zu empfangen ist, keiner hat eine Flatrate und kann sich eine leisten die 4std am Tag bei 30Tage laufzeit durchhält.
      50mb sind schon nach 2stunden internet erreicht, durchschnitlich hat man 1gb mit LTE danach 5% der Leistung, das reicht nicht zum streamen von Musik.

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