Wie gefährlich ist Handystrahlung wirklich?


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Handystrahlung

Um die Strahlung, welche aus der Nutzung von Mobiltelefonen resultiert, entstehen derzeit sehr heiße Diskussionen, da einige Forscher die Meinung vertreten, dass durch die Handystrahlung das Krebsrisiko enorm ansteigt. Jedoch konnte diese Vermutung bisher noch nicht einwandfrei bewiesen werden, da die intensive Nutzung von Handy erst seit etwas 15 Jahren zu unserem Alltag gehört. Trotzdem geben die Mobilfunkbetreiber und Handyhersteller mittlerweile zu jedem neuen Gerät den Grad der Strahlungsintensität bei der mobilen Telefonie an.

Handys sind aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken

Wohingegen zu Beginn des Handy-Booms Ende der 90er Jahre lediglich 8 Prozent der Jugendlichen ein Handy ihr Eigen nennen konnten, besitzen heute 95 Prozent aller Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 20 Jahren ein eigenes Mobiltelefon. Tatsächlich scheint ein Verzicht auf das Mobiltelefon mittlerweile in unserer westlichen Gesellschaft als absolut undenkbar und das Mobiltelefon gehört heutzutage bereits zu den beliebtesten Elektronikartikeln überhaupt.

Die WHO warnt vor eventuellen Langzeitschäden

Die WHO und die dieser Gesundheitsorganisation angeschlossene Krebsforschungsagentur IARC aus Lyon warnt trotz der derzeit noch nicht verfügbaren Langzeitstudien über das tatsächliche Gesundheitsrisiko durch die intensive Handynutzung vor einer eventuellen Krebsgefahr durch die Strahlung der mobilen Telefone. Diese Warnung resultiert aus der Annahme, dass die hochfrequente und elektromagnetische Strahlung der Handys eventuell Gehirntumore fördern kann, wofür jedoch bisher noch die einwandfreien Beweise fehlen. Aus diesem Grund wird die Strahlung der Mobiltelefone von der Fachwelt derzeit als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. Ob diese derzeitige Einstufung tatsächlich der Realität entsprich, kann nur die Zukunft zeigen. Jedoch kann die mögliche Gefahr durch eine strahlungsarme Nutzung der Handys prophylaktisch reduziert werden.

Nur Handys mit einem niedrigen Strahlungswert nutzen

Der tatsächliche Strahlungswert von einem Handy wird von den Herstellern und Mobilfunkbetreibern mit dem sogenannten SAR-Wert angegeben. Dieser Wert bezieht sich generell auf die Höchstleistung der Strahlung und die derzeit als unbedenklich angesehen Strahlungsdosis beträgt zwei Watt pro kg Körpergewicht. Das Bundesamt für Strahlenschutz bietet mittlerweile im Internet eine Liste aller Handymodelle mit dem jeweiligen SAR-Wert an, mit deren Hilfe die tatsächliche Strahlenbelastung eines bestimmten Mobiltelefons ermittelt werden kann.

Handys können auch strahlungsarm genutzt werden

Grundsätzlich ist es laut vieler Fachleute ratsam, ein Handy so strahlungsarm, wie möglich zu nutzen. Hierfür bieten sich einige einfache Tipps und Tricks an, wie beispielsweise das nur kurzzeitige Telefonieren mit dem Handy. Auch sollten keine Telefonate bei schlechtem Empfang erfolgen, da die modernen Handys hierbei automatisch die Sendeleistung und somit auch die Strahlung erhöhen. Eventuell kann in vielen Fällen auch auf den SMS-Service der Provider zurückgegriffen werden, um all zu viele Telefonate und die hiermit verbundene Bestrahlung des Kopfes zu vermeiden.

Nachts sollte das Handy abgeschaltet werden

Handys sollten zudem bei Nacht grundsätzlich ausgeschalten werden und nicht im Stand-by-Modus in der Nähe des Kopfes, wie beispielsweise auf dem Nachttisch, liegen. Laut der Fachleute wirken sich sogenannte Strahlenblocker, wie sie derzeit in unterschiedlichen Ausführungen angeboten werden, kontraproduktiv auf die tatsächliche Strahlenbelastung aus, da ein Handy hierdurch automatisch die Sendeleistung erhöhen muss. Selbst das Telefonieren im Auto kann durch die Karosserie eine Erhöhung der Sendeleistung und eine hiermit verbundene, erhöhte Strahlenbelastung bewirken.



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    Kommentare: 2 Kommentare

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    • Dodo
      22.07.2012

      nicht ganz uninteressant das thema, habe mir schon öfters gedanken dazu gemacht und mich gefragt, wie schädlich das wirklich ist. denke das mit dem ausschalten ist so eine sache, ich benutze mein handy zum beispiel als wecker, allerdings dürfte hier der flugmodus auch ganz sinnvoll sein.

    • Handy-Strahlung
      23.07.2012

      Beim Thema elektromagetische Felder ist weniger mehr.

      1) Handy : Headset oder Lautsprecher verwenden, Festnetz bevorzugen
      Empfehlungen des Bundesamtes für Strahlenschutz zum Telefonieren mit dem Handy
      http://www.bfs.de/de/elektro/hff/empfehlungen_handy.html

      2) WLAN : Internet per Kabel verwenden wenn möglich, Nur bedingt emfpohlene Alternative : Internet über die Steckdose (Powerline PLC / dLAN), WLAN über Nacht abschalten (z.B. Webinterface der Fritzbox) und Sendeleistung verringern

      3) Schnurlostelefon : ein Gerät mit ECO+ / Full ECO Modus verwenden (bei älteren DECT Telefone ist die Basisstation ein Dauerstrahler)

      4) Mobilfunkmasten :
      Bundesnetzagentur – Standortekarte von Mobilfunkmasten
      http://emf2.bundesnetzagentur.de/karte.html

      Viele nützliche Infos bietet die Verbraucherorganisation Diagnose-Funk

      http://www.diagnose-Funk.org

      und aktuelle Artikel findet man auf der FB Seite Mobilfunk und Gesundheit

      http://www.facebook.com/Mobilfunk.und.Gesundheit

      Grundsätzlich sollten alle Elektrogeräte (z.B. Radiowecker) nicht allzu nahe am Schlafplatz sein (mindestens 1 Meter Abstand).
      Diese erzeugen elektrische Felder (Trafo, Netzteil).

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