Java-Trojaner und PDF-Exploits sind die aktuell gefährlichsten Schädlinge


Computervirus-150x150 in Java-Trojaner und PDF-Exploits sind die aktuell gefährlichsten SchädlingeDer Virenschutzexperte BitDefender hat seine monatlich erscheinenden E-Threat-Rankings für das Quartal Juli bis September 2010 ausgewertet. Dabei kristallisieren sich Java-Trojaner und PDF-Exploits als die aktuell gefährlichsten Online-Bedrohungen in Deutschland heraus. Das Gesamtranking führt PDF-JS.Gen an, erst mit einem Abstand von rund 8 Prozentpunkten folgen die anderen Top 10-Schädlinge.

Mit einer Infektionsrate von 11,27 Prozent belegt Exploit.PDF-JS.Gen den ersten Platz in der E-Threat-Top 10. Dieser Trojaner tauchte bereits in den Einzelreports für Juli und August jeweils als gefährlichster Schädling auf. Dem Spitzenreiter folgt auf Position 2 mit großem Abstand Exploit.PDF-Payload.Gen, der eine Infektionsrate von 3,44 vorweist. Beide Bedrohungen arbeiten nach dem gleichen Prinzip: Sie nutzen verschiedene Schwachstellen des Adobe® PDF Readers® aus, um weitere Schadcodes streuen zu können.

Zwei Vertreter der Exploit.Bytverify-Familie finden sich auf den Rängen 3 und 8: Java.Trojan.Exploit.Bytverify.J (3,11 Prozent) sowie Java.Trojan.Exploit.Bytverify.I (2,12 Prozent). Diese Threats verstecken sich auf bösartigen Webseiten in verseuchten Java-Applets. Sobald die Schädlinge Zugriff auf den Computer erlangen, kompromittieren sie den PC mit weiterer Malware.

Die Plätze 4 und 5 nehmen Trojan.AutorunINF.Gen und Worm.Autorun.VHG ein, mit einer Infektionsrate von jeweils 2,96 bzw. 2,89 Prozent. Diese E-Threats verbreiten sich über Wechseldatenträger und nutzen eine Schwachstelle in der Windows-Autorun-Funktion aus, um schädliche Software auf dem System in Umlauf zu bringen.



Position 6 belegt mit Java.Exploit.Smid.A (2,44 Prozent) ein Angreifer, der sich ebenfalls über Java-Applets verbreitet: Dieser digitale Infektor ist dazu in der Lage, Sicherheitsüberprüfungen durch Antivirenprogramme zu umgehen und anschließend ungehindert seinen Schadcode in das System zu injizieren.

Nach wie vor präsent ist Win32.Worm.Downadup.Gen, besser bekannt als Conficker oder Kido. Er positioniert sich mit einer Infektionsrate von 2,19 Prozent auf Rang 7. Bei Befall des Computers durch Conficker schafft bereits ein einfaches System-Update Abhilfe.

Platz 9 belegt ein weiterer Trojaner: Trojan.Generic.4170878 mit einem Anteil von 1,73 Prozent an den Gesamtinfektionen deutscher Rechner. Dieser Backdoor-Schädling ermöglicht Internetkriminellen den Remote-Zugriff auf den verseuchten PC. Das Schlusslicht des Quartalrankings bildet der Neueinsteiger Trojan.Generic.KDV.33699 mit einer Infizierungsquote von 1,60 Prozent. Er transportiert verschiedene Malwarecodes und kann diese an Virenschutzprogrammen vorbeischleusen.

Top Ten Deutschland des BitDefender-E-Threat-Quartalreports von Juli bis September 2010:
Position Name Anteil in Prozent
1 Exploit.PDF-JS.Gen 11,27
2 Exploit.PDF-Payload.Gen 3,44
3 Java.Trojan.Exploit.Bytverify.J 3,11
4 Trojan.AutorunINF.Gen 2,96
5 Worm.Autorun.VHG 2,89
6 Java.Exploit.Smid.A 2,44
7 Win32.Worm.Downadup.Gen 2,19
8 Java.Trojan.Exploit.Bytverify.I 2,12
9 Trojan.Generic.4170878 1,73
10 Trojan.Generic.KDV.33699 1,60
Andere 66,25



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