Kopierschutz steht vor dem Aus


D-150x136 in Kopierschutz steht vor dem AusKurz und knapp: Der Kopierschutz hat ausgedient!
Erinnert Ihr euch noch an Napster? Zehn Jahre sind seit dem Start der ersten Musiktauschbörse inzwischen vergangen und fünf Jahre nach dem Ende ihrer illegalen Aktivitäten. Viel wurde seitdem über den Kopierschutz für online verkaufte Musikstücke diskutiert und die verschiedensten Maßnamen wurden unter dem Druck der Musikindustrie versucht zu etabilieren. Gescheitert sind alle, denn egal wie, der zahlende Kunde wurde immer als potentieller Verbrecher dargestellt.

Apple und Musicload kündigten inzwischen in Deutschland an alle verkauften Musikstücke zukünftig ohne das Digital Rights Management (DRM) auszuliefern. Das heißt, jedes Musikstück kann kopiert, versendet und gebrannt werden so oft man es möchte. Die komplette Umstellung soll bis Ende April 2009 fertig gestellt sein. Wie immer hängt Deutschland etwas hinterher, die USA z.B. sind in diesem Segement mit ihrem Zugpferd Amazon schon einen ganzen Schritt weiter und gehen davon aus, dass mit der weltweiten Abschaffung des DRM ein starker Impuls für den digitalen Musikmarkt ausgehen wird.

Und was sagt die Musikindustrie dazu?
Nun, ohne eine entsprechende Gegenleistung der Musikbörsenbetreiber an die Labels dürfte das DRM nicht gefallen sein, doch die genauen Konditionen sind selbstverständlich geheim. Wieder reingeholt wird die „Gegenleistung“ durch einen um ca. 30 Cent höheren Verkaufspreis, iTunes bietet sogar an die bisher erworbenen Musikstücke gegen einen Zahlung von 30 Cent pro Lied entsprerren zu lassen.

Ein klitzekleines Hintertürchen, so Golem, hat sich iTunes allerdings doch noch offengehalten: Jeder Song wird mit dem individuellen Einkaufszeitpunkt markiert. Sollte dieses Stück in einer illegalen Musiktauschbörse auftauchen, kann somit der Käufer ausfindig gemacht werden – rein theoretisch selbstverständlich .

Die Zukunft
Im Jahr 2013 werden, laut einer Studie von Forrester Research, die Ausgaben für digitale Musik erstmals die CD-Verkäufe übersteigen. Viele Marktforscher gehen davon aus, dass sich die Anzahl der heutigen Online-Musik-User bis zum Jahr 2014 verdoppeln wird und somit ist die Musikindustrie gezwungen neue Wege zu beschreiten. Einer davon ist: Willst Du mit zahlenden Kunden online Geschäfte machen, behandele sie nicht wie Verbrecher. Geschäfte machen muss die Musikindustrie, denn die Plattenumsätze sind extrem Rückläufig, dass Lizenzgeschäft lahmt und Fileshring ist nicht tot zu kriegen. Insgesamt ein Wandel der mir sehr gut gefällt.



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